Crocodile Flyers – HCPH II 3:2 n.V. (0:1/1:1/1:0/1:0)
Tore HCPH II: 0:1 Hassler (Degiacomi); 0:2 Degiacomi.
Mit einer kämpferisch und mannschaftlich überzeugenden Leistung verlangte der HCPH II die favorisierten Crocodile Flyers alles ab. Dank einer disziplinierten Defensivarbeit, grossem Einsatz und einem glänzend aufgelegten Torhüter hielten die Secondos die Begegnung lange Zeit zu ihren Gunsten offen. Erst in der Verlängerung mussten sich die Gäste mit 3:2 geschlagen geben. Der verdiente Punkt war der Lohn für eine starke Vorstellung.
Von Beginn an präsentierten sich die Secondos hellwach und bestens auf den Gegner eingestellt. Mit viel Geduld, hoher Laufbereitschaft und konsequenter Defensivarbeit gelang es ihnen, die spielstarken Gastgeber weitgehend in Schach zu halten. Die Crocodile Flyers versuchten zwar, das Spiel an sich zu reissen, fanden gegen die kompakte HCPH-Defensive jedoch nur selten ein Durchkommen. Und wenn es doch einmal gefährlich wurde, war der starke Schlussmann der Gäste zur Stelle.
Dabei beschränkte sich der HCPH II keineswegs auf die Defensive, sondern setzte auch offensiv immer wieder gefährliche Akzente. Noch vor der ersten Drittelspause wurde dieser Aufwand belohnt: Hassler verwertete ein Zuspiel von Degiacomi zur verdienten 1:0-Führung. Mit diesem knappen Vorsprung ging es in die erste Pause.
Degiacomi erhöhte – die Überraschung rückte näher
Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Secondos ihrer Linie treu und machten dem Favoriten mit konsequentem Zweikampfverhalten das Leben schwer. Und es kam noch besser. Nach knapp 26 Minuten behielt Degiacomi in Überzahl nach einer unübersichtlichen Situation vor dem gegnerischen Gehäuse die Übersicht und beförderte die Scheibe zum viel umjubelten 0:2 ins Netz. Eine Überraschung schien plötzlich in greifbarer Nähe.
In der Folge erhöhten die Gastgeber den Druck und drängten vehement auf den Anschlusstreffer. Eine Unterzahlsituation überstanden die Secondos mit grossem Einsatz und auch dem nötigen Quäntchen Glück. Gut sechs Minuten vor der zweiten Pause gelang den Crocodile Flyers dann aber doch der Treffer zum 1:2.
Dieser verlieh den Gastgebern zusätzlichen Auftrieb. Die Flyers schnürten die Secondos nun phasenweise in deren Verteidigungszone ein und kamen zu mehreren hochkarätigen Ausgleichsmöglichkeiten. Doch mit aufopferungsvollem Einsatz und einem starken Rückhalt zwischen den Pfosten rettete der HCPH II seinen knappen Vorsprung in die zweite Drittelpause.
Spannender Schlagabtausch im Schlussdrittel
Im letzten Abschnitt entwickelte sich eine intensive und abwechslungsreiche Begegnung mit guten Möglichkeiten auf beiden Seiten. Die Crocodile Flyers suchten mit aller Macht den Ausgleich, während die Secondos leidenschaftlich dagegenhielten und mit schnellen Gegenstössen selbst gefährlich blieben.
Schliesslich gelang es den Gastgebern, eine ihrer Chancen zum 2:2-Ausgleich zu nutzen. Damit war die Partie wieder völlig offen. In der verbleibenden Spielzeit schenkten sich beide Mannschaften nichts, doch trotz weiterer Möglichkeiten fiel kein Treffer mehr. Nach 60 hart umkämpften Minuten musste die Verlängerung über den Sieger entscheiden.
Bittere Entscheidung in der Verlängerung
Nach einer aus Sicht der Secondos unglücklichen Szene gelang den Crocodile Flyers in der Verlängerung der entscheidende Treffer zum 3:2. Damit sicherten sich die Gastgeber den Zusatzpunkt, während der HCPH II nur knapp an einem Überraschungserfolg vorbeischrammte.
Trotz der verständlichen Enttäuschung durften die Secondos mit ihrer Leistung mehr als zufrieden sein. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, viel Leidenschaft und einem starken Torhüter hatten sie dem Favoriten alles abverlangt und sich den Punkt redlich verdient.
Mit breiter Brust gegen den Tabellenführer
Auf dieser überzeugenden Vorstellung lässt sich aufbauen. Bereits am kommenden Samstag um 14.00 Uhr in der Eishalle Grüsch wartet mit Tabellenführer Flims die nächste grosse Herausforderung. Nach dem starken Auftritt gegen die Crocodile Flyers dürfen die Secondos jedoch mit viel Selbstvertrauen in diese Begegnung steigen. Mit derselben Leidenschaft und mannschaftlichen Geschlossenheit liegt auch gegen den Überflieger Flims ein gutes Resultat durchaus im Bereich des Möglichen. Ob es zu einer Sensation in Form von Punkten reicht, wird sich weisen.