HCPH – Wil 7 : 4 (1:3/4:1/2:0)
HCPH-Torschützen: Tosio (Amstutz, Bahar); Lüthi (Neurauter, Urech); Knuchel (Bucher, Scherrer); Urech (Tosio, Roussette); Lüthi, Lüthi, Däscher (Naef).
Der HCPH sorgt in der zweiten Playoff-Finalbegegnung für ein echtes Spektakel. Nach einem zwischenzeitlichen 1:3-Rückstand kämpfen sich die Bündner mit viel Moral zurück, drehen die Partie und bezwingen Wil am Ende mit 7:4.
Von Beginn an war zu spüren, was auf dem Spiel stand. Beide Teams starteten konzentriert und mit der erkennbaren Absicht, aus einer stabilen Defensive heraus Kontrolle über die Partie zu gewinnen. Der HCPH setzte diesen Plan in der Anfangsphase nahezu perfekt um und erwischte den besseren Start. Bereits nach gut vier Minuten reagierte Tosio nach einem Abpraller am schnellsten und brachte die Hausherren mit dem 1:0 früh in Führung. Die Stimmung auf den Rängen war entsprechend bestens, und zunächst schien alles in die gewünschte Richtung zu laufen.
Doch Wil zeigte, weshalb die Mannschaft als Favorit in diese Finalserie gegangen war. Die Gäste fanden nach dem Rückstand immer besser ins Spiel und nutzten ihre starke Phase eiskalt aus. Mit drei Treffern bis zur 16. Minute drehten die Äbtestädter die Partie komplett und sorgten damit für einen spürbaren Dämpfer beim Heimteam. Aus der frühen Führung war innert kurzer Zeit ein 1:3-Rückstand geworden, ein Spielverlauf, der den HCPH zur ersten Pause vor eine echte Herausforderung stellte.
Die Reaktion der Bündner im Mittelabschnitt war jedoch beeindruckend. Der HCPH kam mit neuer Energie aus der Kabine, spielte plötzlich wieder schneller, direkter und mutiger und fand damit zu seinen Stärken zurück. Lüthi und Knuchel belohnten diese klare Leistungssteigerung mit zwei Treffern bis zur 27. Minute und stellten das Spiel wieder auf Anfang. Das Heimteam war nun zurück in der Partie und es zeigte sich schnell, dass damit noch lange nicht genug war.
Zwar gelang Wil nur sieben Sekunden nach dem Ausgleich der neuerliche Führungstreffer, doch diesmal liess sich der HCPH nicht mehr bremsen. Die Antwort fiel entschlossen und eindrucksvoll aus. Urech hämmerte den Puck nach gut 31 Minuten zum 4:4 in die Maschen und brachte damit endgültig neues Feuer in die Partie. Nur drei Minuten später war es erneut Lüthi, der die starke Phase des Heimteams mit dem Treffer zum 5:4 krönte. Der HCPH hatte das Spiel gedreht – und die Eishalle stand Kopf.
Im Schlussdrittel zeigte sich dann, dass dieser Abend ganz im Zeichen einer geschlossenen und reifen Mannschaftsleistung stehen sollte. Der HCPH agierte nun abgeklärt, diszipliniert und liess dem favorisierten Gegner aus Wil kaum noch Raum für klare Möglichkeiten. Gleichzeitig blieben die Bündner offensiv gefährlich und suchten konsequent die Entscheidung. Gut zehn Minuten vor Schluss machte Lüthi mit seinem dritten persönlichen Treffer den Hattrick perfekt und baute die Führung auf 6:4 aus. Spätestens jetzt war die Energie auf Seiten des HCPH nicht mehr zu übersehen. Däscher setzte mit dem Treffer zum 7:4 schliesslich den Schlusspunkt unter eine Partie, die an Intensität, Tempo und Dramatik kaum Wünsche offenliess.
Mit diesem eindrucksvollen Comeback sichert sich der HCPH nicht nur einen hochverdienten Heimsieg, sondern auch einen weiteren emotionalen Höhepunkt in dieser Finalserie. Die Bündner bewiesen nach dem Rückstand Moral, spielerische Qualität und den unbedingten Willen, dieses Spiel vor eigenem Publikum noch zu drehen. Der 7:4-Erfolg gegen Wil war das Resultat einer starken Teamleistung und ein deutliches Zeichen, dass in dieser Serie mit dem HCPH weiterhin zu rechnen ist.
Bereits am kommenden Dienstag, 10.3.26 geht es mit der dritten Playoff-Finalbegegnung weiter. Spielbeginn in Wil ist um 20.15 Uhr.
Der HCPH freut sich auch beim dritten Spiel dieser Serie in Wil auf eine grosse und lautstarke Fanunterstützung zählen zu dürfen.