1. Liga – HCPH verliert gegen Argovia Stars und muss am Donnerstag in Grüsch in die „Belle“… | HC Prättigau-Herrschaft

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HCPH unterliegt auswärts den Argovia Stars mit 6:2 Toren.

HCPH unterliegt auswärts den Argovia Stars mit 6:2 Toren.

Argovia Stars – HCPH  6 : 2 (1:0/1:0/4:2)

HCPH-Torschützen: Bahar (Lüthi, Amstutz); Lüthi (Amstutz, Bahar).

Der HCPH verpasste mit einer 6:2 Niederlage bei den Argovia Stars den Einzug ins Halbfinale und muss am Donnerstag zuhause in die „Belle“.

Schade – in der vierten Playoff-Begegnung auswärts bei den Argovia Stars wäre für den HC Prättigau-Herrschaft deutlich mehr möglich gewesen. Die Bündner traten über weite Strecken als spielbestimmende Mannschaft auf, erspielten sich ein klares Chancenplus – doch in den entscheidenden Momenten fehlte die letzte Konsequenz und Kaltschnäuzigkeit im Abschluss.

Von Beginn weg übernahm der HCPH die Initiative, kombinierte gefällig und setzte die Einheimischen phasenweise unter Druck. Die Argovia Stars konzentrierten sich auf eine kompakte Defensive, störten früh und machten dem HCPH das Leben mit viel Einsatz so schwer wie möglich – mit Wirkung. Trotz optischer Überlegenheit blieb der verdiente Lohn aus. Und wie es im Playoff-Eishockey so oft läuft, schlug das Heimteam mit einer der ersten gefährlichen Aktionen eiskalt zu: Nach 13 Minuten stand es 1:0.

Der Rückstand brachte die Bündner jedoch nicht aus dem Konzept. Im Gegenteil: Der HCPH erhöhte das Tempo, drückte auf den Ausgleich und kam zu mehreren guten Möglichkeiten – doch der Puck wollte nicht über die Linie. In den letzten Minuten vor der ersten Sirene riss bei den Gästen kurzzeitig der Faden, und es brauchte auch eine Portion Glück, dass es zur Pause beim knappen Rückstand blieb.

Auch im Mittelabschnitt änderte sich am Spielverlauf wenig. Der HCPH blieb mehrheitlich in Puckbesitz, erspielte sich Chancen, scheiterte jedoch weiterhin an der Effizienz. Die Argovia Stars hingegen benötigten nicht viele Möglichkeiten: Eine ihrer wenigen gefährlichen Aktionen verwerteten sie in der 28. Minute zum 2:0. Zu diesem Zeitpunkt war noch genügend Zeit, um die Partie zu drehen. Doch die Chancenauswertung blieb das grosse Thema – und so verteidigten die Aargauer den Zweitore-Vorsprung bis zur zweiten Pause.

Der Schlussabschnitt begann mit einem Paukenschlag: Der HCPH tankte sich mustergültig durch die Stars-Defensive, der Torhüter war bereits geschlagen – doch der Pfosten rettete für das Heimteam. Spätestens jetzt kam zum eigenen Unvermögen auch noch Pech hinzu. Dennoch blieb der HCPH dran, glaubte an die Wende – und wurde nach gut sechs Minuten im dritten Drittel endlich belohnt: Der längst fällige Anschlusstreffer zum 2:1 brachte neue Hoffnung und spürbar Energie zurück ins Team.

Doch die Freude währte nur kurz. Nur drei Zeigerumdrehungen später stellten die Argovia Stars nach einer Unachtsamkeit in der Bündner Defensive den alten Zweitore-Vorsprung wieder her – und legten wenig später nach. Innert kürzester Zeit kippte eine Partie, in der der HCPH über weite Strecken den Ton angegeben hatte. Zwar verkürzte Lüthi rund sieben Minuten vor Schluss noch auf 4:2, doch mehr als Resultatkosmetik war an diesem Abend nicht mehr drin. Am Ende setzte sich das Heimteam mit 6:2 durch.

Damit ist die Serie wieder völlig offen – und erhält ihren dramatischen Höhepunkt: Am Donnerstag kommt es um 20.00 Uhr in der Eishalle Grüsch zur entscheidenden „Belle“.