Wil - HCPH 7 : 2 (1:1/3:0/3:1)
HCPH-Torschützen: Scherrer (Knuchel, Bucher); Lampert.
Der HCPH agierte über weite Strecken der Begegnung auf Augenhöhe mit dem Tabellenführer Wil, muss sich aber eine Lehrstunde in Sachen Effizienz vor dem gegnerischen Tor gefallen lassen.
Der HCPH begann beim Tabellenführer Wil engagiert und versuchte aus einer gesicherten Defensive heraus zum Erfolg zu kommen. Dies gelang den Bündnern in der Anfangsphase vorzüglich. In der neunten Spielminute war es dann aber doch soweit und das Heimteam nützte eine der wenigen Unachtsamkeiten in der HCPH-Defensive zur Führung aus.
Genau das, was der HCPH vermeiden wollte, trat also ein, eine frühe Führung der "Äbtestädter". Doch diesmal ging es sehr schnell und nur gerade 6(!) Sekunden später glich Scherrer für den HCPH zum 1:1 aus. Bis zur ersten Pause änderte sich am Resultat nichts mehr und der HCPH hatte trotz einem frühen Rückstand ein Teilziel erreicht.
Im Mittelabschnitt starteten die Bündner vehement und kamen schon früh zu einer Grosschance, bei der der Pfosten für den bereits geschlagenen Wil-Torhüter rettete. Schade, denn eine HCPH-Führung hätte das Heimteam wohl in arge Nöte bringen können. Doch es kam anders, denn plötzlich zeigte Wil eine unvergleichbare Effizienz vor dem Tor an den Tag und erspielte sich bis Spielhälfte eine vorentscheidende 3:1 Führung. Dies erwies sich wie ein Stich mitten ins HCPH-Herz und Wil bekam nun Oberwasser. Kurz vor Schluss des Drittels erhielt der HCPH die grosse Möglichkeit in Überzahl den Anschlusstreffer zu erzielen. Doch weit gefehlt, denn nach einer weiteren Unachtsamkeit kam das Heimteam in Unterzahl sogar zum 4:1 und damit war der Mist geführt.
Im Schlussabschnitt versuchte der HCPH nochmals alles, doch Wil liess sich die Butter nicht mehr vom Brot stehlen. Im Gegenteil mit drei weiteren Treffern fügten die "Äbtestädter" dem HCPH eine Kanterniederlage bei, da nützte auch die Resultatkosmetik durch Lampert zum 7:2 Endstand nicht mehr viel.
Eines ist definitiv sicher, so gross wie das Ergebnis vermuten lässt, war der Unterschied der beiden Teams auf dem Eis nicht. Der HCPH agierte über weite Strecken auf Augenhöhe mit dem Tabellenersten, musste sich aber in Sachen Effizienz vor dem gegnerischen Tor deutlich belehren lassen.
Am kommenden Samstag, 20.12.25 findet die letzte Begegnung im 2025 statt, dann spielt der HCPH auswärts gegen die Argovia Stars. Auch dies eine nicht zu unterschätzende Aufgabe, denn es wäre nicht das erste Mal, dass die Bündner im Kanton Aargau Federn lassen müsste.
Doch mit einem Sieg könnte der HCPH zumindest das Jahr 2025 versöhnlich abschliessen und sich für die Masterround eine vorzügliche Ausgangslage verschaffen.