1. Liga – HCPH lässt sich von den Argovia Stars unnötig die Butter vom Brot stehlen… | HC Prättigau-Herrschaft

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Der HCPH unterliegt Argovia Stars mit 5:4 n.P.

Der HCPH unterliegt Argovia Stars mit 5:4 n.P.

Argovia Stars – HCPH  5 : 4 n. P. (3:1/1:1/0:2/1:0)

HCPH-Torschützen: Rossi (John, Lüthi); Däscher (Neurauter, John); Bucher (Scherrer, Knuchel); Amstutz (Bahar).

Der HCPH zeigt eine beeindruckende Moral, kämpft sich nach einem 4:1-Rückstand zurück in die Verlängerung und erzwingt sogar das Penaltyschiessen – muss sich dort am Ende jedoch hauchdünn mit 5:4 geschlagen geben.

Beide Mannschaften starteten rasant und aggressiv in diese zweite Playoff-Viertelfinal-Begegnung und suchten von Beginn weg zielstrebig den Abschluss. Die Zweikämpfe wurden konsequent geführt, das Tempo war hoch und es entwickelte sich sofort eine Partie mit echtem Playoff-Charakter. Der HCPH erspielte sich in dieser Startphase mehrere gute Torchancen und setzte die Hausherren immer wieder unter Druck, vermochte seine Möglichkeiten jedoch vorerst nicht zu nützen – entweder fehlte im Abschluss die letzte Präzision oder der gegnerische Torhüter war zur Stelle.

In der 14. Minute war es dann soweit: Rossi brachte die Bündner verdient mit 0:1 in Führung. Alles schien in die richtigen Bahnen zu laufen, der HCPH hatte das Spiel eigentlich gut im Griff und wirkte bis zu diesem Zeitpunkt abgeklärt. Doch dann riss der Faden beim HCPH vollends. Kleine Unsauberkeiten, verlorene Zweikämpfe und fehlende Konsequenz in der eigenen Zone luden die Argovia Stars förmlich ein – und diese nutzten die Gunst der Stunde eiskalt. Ohne allzu viel Aufwand gelang es den Hausherren, das Skore zu drehen und bis zur ersten Pausensirene auf 3:1 davonzuziehen. Ein Rückstand, der die HCPH-Spieler mitten ins Herz traf und der sich nach dem Spielverlauf besonders bitter anfühlte.

Im Mittelabschnitt versuchten die Bündner, das Geschehen wieder an sich zu reissen, mehr Scheibenbesitz zu generieren und den Gegner in dessen Zone festzunageln. Der Wille war klar erkennbar, doch so richtig gelingen wollte dies zunächst nicht. Die Argovia Stars standen kompakt, verteidigten mit viel Einsatz und blieben ihrerseits mit schnellen Gegenstössen gefährlich. Und tatsächlich: Nach einer Unachtsamkeit in der Defensive kamen die Hausherren gar zum 4:1. Spätestens jetzt schien die Ausgangslage für den HCPH äusserst schwierig zu werden.

Doch genau dieser Treffer verletzte die Bündner in ihrem Stolz. Der HCPH besann sich wieder vermehrt auf seine Stärken, spielte einfacher, gewann die Zweikämpfe wieder häufiger und brachte mehr Pucks vors Tor. Die Gäste erhöhten den Druck, arbeiteten konsequenter in der Offensivzone und wurden noch vor der zweiten Pause belohnt: Däscher traf zum 4:2 und zündete damit endgültig die HCPH-Aufholjagd. Plötzlich war wieder Energie auf der Bank, der Glaube war zurück und die Partie war wieder offen.

Im Schlussabschnitt gelang Bucher schon früh der Anschlusstreffer zum 4:3. Damit war der HCPH endgültig wieder im Spiel und drückte nun vehement auf den Ausgleich. Die Bündner warfen alles nach vorne, hielten die Intensität hoch und suchten bei jeder Gelegenheit den Abschluss. Die Argovia Stars gerieten zunehmend unter Druck, verteidigten mit viel Herz und doch fiel der Ausgleich noch: 27 Sekunden vor Schluss hämmerte Amstutz den schwarzen Kobold in die Maschen und sorgte so für die viel umjubelte Verlängerung. Ein Treffer, der die Moral des HCPH eindrücklich unterstrich und diese Partie endgültig zum Playoff-Krimi machte.

Da die Overtime in den Playoffs 20 Minuten oder bis zum nächsten Tor dauerte, stand noch ein langer Abend bevor. Beide Teams spielten mit offenem Visier, ohne dabei die defensive Absicherung völlig zu vergessen. Chancen waren auf beiden Seiten vorhanden, doch sowohl die Torhüter als auch das aufopferungsvolle Abwehrverhalten verhinderten die Entscheidung. Weder die Argovia Stars noch der HCPH konnten die sich bietenden Möglichkeiten nutzen – und so kam es nach 80 gespielten Minuten zum Penaltyschiessen.

In diesem hatte das Heimteam letztlich die besseren Nerven und gewann diese ausgeglichene zweite Playoff-Partie knapp. Der HCPH muss sich trotz einer beeindruckenden Aufholjagd und grosser Moral am Ende mit 5:4 nach Penaltyschiessen geschlagen geben.

In der Serie steht es nun 1:1 Unentschieden. Weiter geht es mit Spiel 3 am Samstag, 14. Februar 2026, um 17.30 Uhr in der Eishalle Grüsch. Der HCPH wird alles daransetzen, den Schwung aus der starken Aufholjagd mitzunehmen – und mit dem Heimpublikum im Rücken den nächsten Schritt in dieser umkämpften Serie zu machen.