HCPH – Dielsdorf/Niederhasli 3:6 (1:1/2:2/0:3)
Zuschauer: 102
Tore HCPH: 1:1 Rossi (Naef), 2:3 Urech (Bahar, Bucher), 3:3 Bahar (Neurauter, Bucher)
Strafen: HCPH 6 × 2 Minuten, Dielsdorf/Niederhasli 9 × 2 Minuten
Trotz einer leidenschaftlichen Vorstellung und einer eindrucksvollen Aufholjagd musste der HC Prättigau-Herrschaft eine weitere bittere Niederlage hinnehmen. Gegen Dielsdorf/Niederhasli unterlag der von zahlreichen Verletzungssorgen geplagte HCPH vor heimischem Publikum mit 3:6. Dabei bewies die stark dezimierte Mannschaft einmal mehr bemerkenswerte Moral und kämpfte sich nach einem zwischenzeitlichen 1:3-Rückstand zurück in die Begegnung. Doch erneut wurde dem Heimteam das Schlussdrittel zum Verhängnis.
Früher Rückstand, starke Reaktion
Die Partie begann für den HCPH denkbar ungünstig. Bereits im ersten Überzahlspiel nutzten die Gäste ihre numerische Überlegenheit konsequent aus und gingen früh mit 0:1 in Führung. Doch die Antwort des Heimteams liess nicht lange auf sich warten. Nur gerade 90 Sekunden später reagierte Rossi nach einem Schuss von Naef am schnellsten und stellte mit dem Treffer zum 1:1 den Gleichstand wieder her.
In der Folge übernahm der HCPH zunehmend das Spieldiktat. Mit viel Tempo und zielstrebigen Angriffen erspielte sich das Heimteam mehrere gute Möglichkeiten. Auch in Überzahl boten sich Gelegenheiten, die Partie zu drehen. Doch einmal mehr fehlte dem Powerplay die nötige Durchschlagskraft. Trotz spielerischer Vorteile und eines Chancenplus gelang es dem HCPH nicht, die Führung zu übernehmen. So blieb es nach 20 Minuten beim aus Sicht des Heimteams eher enttäuschenden 1:1.
Mit grosser Moral zurück ins Spiel
Auch der Start ins Mitteldrittel verlief für den HCPH alles andere als nach Wunsch. Die Gäste nutzten ihre Möglichkeiten konsequent und zogen früh auf 1:3 davon. Angesichts der angespannten Personalsituation schien die Aufgabe für das Heimteam nun besonders schwierig zu werden.
Doch anstatt sich seinem Schicksal zu ergeben, zeigte der HCPH eine bemerkenswerte Reaktion. Mit viel Leidenschaft, hoher Laufbereitschaft und dem unbedingten Willen, die Begegnung nochmals zu wenden, kämpfte sich die Mannschaft zurück. Zunächst verkürzte Urech auf Zuspiel von Bahar und Bucher auf 2:3. Wenig später war es Bahar selbst, der nach Vorarbeit von Neurauter und Bucher den viel umjubelten Ausgleich zum 3:3 erzielte.
Innerhalb kurzer Zeit hatte der HCPH damit einen Zweitorerückstand wettgemacht und die Partie wieder völlig offengestaltet. Das Momentum schien nun auf die Seite des Heimteams zu kippen. Mit neuem Selbstvertrauen und dem Wissen, auch unter schwierigen Voraussetzungen bestehen zu können, ging die Mannschaft in die zweite Pause.
Doppelte Unterzahl als Knackpunkt
Im Schlussabschnitt blieb die Begegnung zunächst umkämpft. Beide Mannschaften suchten die Entscheidung, ohne dabei unnötige Risiken eingehen zu wollen. Doch 13 Minuten vor Schluss folgte die spielentscheidende Szene. In doppelter Überzahl nutzten die Gäste ihre Chance und gingen mit 3:4 erneut in Führung.
Dieser Gegentreffer zeigte beim HCPH Wirkung. Nur gerade zwei Minuten später schlug Dielsdorf/Niederhasli erneut zu und erhöhte auf 3:5. Damit war die ausgezeichnete Ausgangslage, die sich das Heimteam mit seiner Aufholjagd erarbeitet hatte, innerhalb kürzester Zeit wieder dahin.
Trotz dieses empfindlichen Rückschlags steckte der HCPH nicht auf. Die Mannschaft suchte weiterhin den Weg nach vorne, erspielte sich gute Torchancen und versuchte mit aller Kraft, nochmals den Anschluss herzustellen. Doch im Abschluss fehlte neben der nötigen Konsequenz auch das Wettkampfglück. Gut acht Minuten vor Schluss machten die Gäste mit dem Treffer zum 3:6 endgültig alles klar.
Viel Aufwand, zu wenig Ertrag
So blieb dem HCPH nach einer über weite Strecken engagierten und kämpferisch starken Leistung erneut nur die Enttäuschung. Besonders bitter war die Tatsache, dass sich die Mannschaft nach dem zwischenzeitlichen 1:3-Rückstand mit grossem Einsatz zurückgekämpft und die Begegnung wieder völlig offengestaltet hatte.
Einmal mehr brachte jedoch das Schlussdrittel die Entscheidung zuungunsten des Heimteams. Während die Gäste ihre Möglichkeiten in den entscheidenden Momenten konsequent nutzten, fehlte dem HCPH die nötige Effizienz, um sich für den betriebenen Aufwand zu belohnen.
Angesichts der zahlreichen verletzungsbedingten Ausfälle verdient der Auftritt der stark dezimierten Mannschaft dennoch Anerkennung. Kampfgeist, Einsatzbereitschaft und Zusammenhalt waren jederzeit spürbar. Was weiterhin fehlt, sind die entsprechenden Resultate. Um wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden, gilt es insbesondere, die Fehlerquote in den entscheidenden Phasen zu reduzieren, das Überzahlspiel wirkungsvoller zu gestalten und die vorhandenen Torchancen konsequenter zu nutzen.
Denn die jüngsten Begegnungen haben deutlich gezeigt: Der HCPH kann mit seinen Gegnern mithalten, nun muss es endlich gelingen, gute Leistungen auch wieder in Punkte umzumünzen.