1. Liga - Bitterer Doppelschlag bringt HCPH um möglichen Lohn... | HC Prättigau-Herrschaft

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HCPH verliert in Küssnacht unglücklich mit 3:1 Toren.

HCPH verliert in Küssnacht unglücklich mit 3:1 Toren.

Küssnacht a. R. – HCPH 3:1 (0:0, 0:0, 3:1)

KEG Küssnachter Eisbahn: 156 Zuschauer

Tore HCPH: 1:1 Amstutz (Lüthi, Bahar) 2:1

Strafen: Küssnacht a. R. 5 x 2 Minuten; HCPH 3 x 2 Minuten.

Der HCPH muss auch nach dem zweiten Meisterschaftsspiel weiter auf die ersten Punkte warten. Auswärts bei Küssnacht a. R. unterlag das Team mit 1:3. Das Resultat erzählte allerdings nur einen Teil der Geschichte. Während 40 Minuten fielen keine Tore, ehe ausgerechnet in einer starken Phase des HCPH zwei Gegentreffer innerhalb von nur 19 Sekunden die Partie auf die Seite der Gastgeber kippen liessen. Captain Amstutz brachte die Bündner nochmals heran, doch der verdiente Ausgleich wollte trotz einer engagierten Schlussoffensive nicht mehr fallen.

Von Beginn weg entwickelte sich eine intensive und weitgehend ausgeglichene Begegnung. Beide Teams versuchten, aus einer gesicherten Defensive heraus schnell nach vorne zu spielen, und kamen dabei zu ihren Möglichkeiten. Der HCPH versteckte sich keineswegs, trat mutig auf und tauchte wiederholt gefährlich vor dem KSC-Tor auf. Was fehlte, war die letzte Konsequenz im Abschluss. Auch die Gastgeber kamen zu Chancen, scheiterten jedoch mehrfach an der aufmerksamen HCPH-Defensive oder an Torhüter Düggelin. So blieb das erste Drittel trotz guter Möglichkeiten auf beiden Seiten ohne Treffer. Das 0:0 nach 20 Minuten entsprach dem ausgeglichenen Geschehen auf dem Eis.

Im Mittelabschnitt verschoben sich die Spielanteile zunehmend zugunsten der Gastgeber. Küssnacht a. R. erhöhte das Tempo, setzte sich häufiger in der offensiven Zone fest und zwang den HCPH zu längeren Defensivphasen. Die Bündner hielten jedoch konzentriert dagegen und liessen sich auch unter zunehmendem Druck nicht aus der Ruhe bringen. Gefordert war in dieser Phase insbesondere Düggelin, der seinem Team mit wichtigen Paraden den Rücken freihielt. Zudem musste der HCPH mehrfach in Unterzahl bestehen. Das Boxplay funktionierte jedoch zuverlässig, die Defensive arbeitete kompakt und verhinderte weiterhin den ersten Treffer des Abends. So stand auch nach 40 Minuten die Null auf beiden Seiten. Trotz der Vorteile von Küssnacht a. R. im Mittelabschnitt blieb die Partie völlig offen und der HCPH hatte sich für die entscheidenden 20 Minuten eine gute Ausgangslage erarbeitet.

Der Start ins Schlussdrittel bot den Gästen gleich die grosse Chance, das Spiel auf ihre Seite zu ziehen. Der HCPH begann in Überzahl und erhielt damit früh die Gelegenheit, erstmals in Führung zu gehen. Das Powerplay sorgte zwar für Druck, der ersehnte Führungstreffer blieb jedoch aus. Auch nach Ablauf der Strafe blieb der HCPH am Drücker. Die Gäste erhöhten das Tempo, beschäftigten das Heimteam zunehmend in dessen eigener Zone und kamen zu weiteren Möglichkeiten. In diesen Minuten schien die Führung für den HCPH näher als jene für Küssnacht a. R. Doch Eishockey kann manchmal gnadenlos sein. Ausgerechnet mitten in diese starke HCPH-Phase schlug das Heimteam zu. Nach gut 45 Minuten gelang Küssnacht a. R. innerhalb von gerade einmal 19 Sekunden ein Doppelschlag zum 2:0. Zwei Treffer, die eine bis dahin völlig offene Partie innert kürzester Zeit in eine andere Richtung lenkten.

Der HCPH reagierte sofort und nahm sein Timeout. Die Massnahme zeigte Wirkung. Statt sich vom Doppelschlag aus dem Konzept bringen zu lassen, fand die Mannschaft rasch zurück ins Spiel und suchte entschlossen den Weg nach vorne. Die Antwort folgte prompt, denn der 49. Minute verkürzte Amstutz nach Vorarbeit von Lüthi und Bahar auf 2:1. Nur zweieinhalb Minuten nach dem zweiten Gegentreffer war der HCPH zurück in der Partie und plötzlich wieder alles möglich. Der Anschlusstreffer verlieh den Gästen zusätzlichen Schub. Der HCPH erhöhte das Risiko, suchte mit Nachdruck den Ausgleich und zwang Küssnacht a. R. nochmals zu Defensivarbeit. Die Heimmannschaft gerieten vermehrt unter Druck, brachte den knappen Vorsprung jedoch durch die entscheidenden Minuten.

In den letzten beiden Minuten setzte der HCPH schliesslich alles auf eine Karte. Düggelin verliess sein Tor zugunsten eines sechsten Feldspielers. Die Bündner warfen nochmals alles nach vorne, doch der erhoffte Ausgleich fiel nicht. Im Gegenteil 32 Sekunden vor der Schlusssirene traf Küssnacht a. R. ins verlassene HCPH-Gehäuse und besiegelte mit dem 3:1 die Entscheidung.

Am Ende stand eine Niederlage, die für den HCPH besonders bitter war. Mehr als 40 Minuten lang hatte das Team die Partie offen gehalten. Zu Beginn des Schlussdrittels bot sich in Überzahl sogar die Gelegenheit, selbst vorzulegen. Auch danach hatte der HCPH seine stärkste Phase und kassierte ausgerechnet dann innerhalb von 19 Sekunden zwei Gegentreffer. Für die Moral der Mannschaft sprach, wie sie auf diesen Rückschlag reagierte. Der HCPH steckte nicht auf, fand durch Amstutz rasch zurück ins Spiel und hielt die Begegnung bis in die Schlussminute offen. Was am Ende fehlte, war erneut die Belohnung für den betriebenen Aufwand.

Damit zeigte sich ein ähnliches Bild wie bei der 3:6-Auftaktniederlage gegen Wallisellen. Der HCPH erspielte sich Chancen, hielt über weite Strecken mit dem Gegner mit und war keineswegs weit von den ersten Punkten entfernt. Noch fehlte jedoch die nötige Effizienz vor dem gegnerischen Tor. Gerade in engen Partien waren es wenige Szenen, die letztlich über Sieg und Niederlage entschieden.

Lange warten muss der HCPH auf die Gelegenheit zur Revanche nicht. Bereits am Dienstag kommt es zum direkten Wiedersehen mit Küssnacht a. R., diesmal vor heimischem Publikum in der Eishalle Grüsch. Spielbeginn ist um 20.00 Uhr. 

Nach der engen und umkämpften ersten Begegnung ist die Ausgangslage klar. Der HCPH will die Revanche und die ersten Meisterschaftspunkte in der noch jungen Saison einfahren.